Brief
Gustav Mahler an Richard Strauss
Winter 1905/1906 frühestens Samstag, 9. Dezember 1905, spätestens Samstag, 31. März 1906

relevant für die veröffentlichten Bände: I/3a Salome

[1r] Lieber Freund! Ihr Brief kom̅t mir sehr gelegen! Ihre Sache steht gut! (Bitte ganz unter uns, sonst stehe ich für nichts.). Trotzdem brauche ich noch im̅er Succurs. – Der Censor ist bereits umgestim̅t, und bereitet nicht das geringste Hinderniß. Aber höher hinauf ist noch eine Barriere zu nehmen. Komischerweise habe ich gerade gestern wieder gebohrt. Ihr Brief ist mir sehr lieb für meine Zwecke. Bitte, [1v] unterhandeln Sie ganz beiläufig noch weiter mit Simons.

Aber ich versichere Sie, im Herbst haben wir die Salome! (Am Jubiläumstheater ist es übrigens ganz unmöglich.). – Im̅er will ich nach Dresden zu einer Aufführung, und im̅er kom̅t mir was dazwischen. Im Frühjahr werde ich sicher einer Aufführung beiwohnen – es wäre sehr hübsch, wen̅ Sie auch dort wären. Ich benachrichtige Sie jedenfalls rechtzeitig. Ihr herzlichst ergebener
Mahler

verantwortlich für die Edition dieses Dokuments: Claudia Heine

Quellennachweis

  • Original: [unbekannt] (Autograph)

    • Hände:

      • Gustav Mahler (handschriftlich)
    • Autopsie: Keine Autopsie des Originals.

    • Reproduktionen:

      • Richard-Strauss-Archiv (Garmisch-Partenkirchen), Signatur: [GUSTAV MAHLER, Nr. 43] (Transkriptionsgrundlage)

        • Autopsie: 2016-11-15

Bibliographie (Auswahl)

  • Edition in Richard Strauss / Gustav Mahler / Herta Blaukopf (Hrsg.), Briefwechsel: 1888-1911, Bd. Erweiterte Neuausgabe, 2. Auflage (= Piper Serie Piper; 767), München u.a., 1988, S. 113–114. Brief M 55.

Zitierempfehlung

Richard Strauss Werke. Kritische Ausgabe – Online-Plattform, richard‑strauss‑ausgabe.de/d04491 (Version 2019‑04‑12).

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