Brief
Gustav Mahler an Richard Strauss
frühestens Freitag, 22. Dezember 1905, spätestens Samstag, 23. Dezember 1905

relevant für die veröffentlichten Bände: I/3a Salome

[1r] Lieber Freund!

Aus beifolgendem Telegram̅ ersehen Sie daß [F]örstel1 erst nach dem 7. Januar zur Verfügung steht. Kön̅en Sie sie dan̅ noch brauchen? – Sie ist entzückend. –

Michalek stelle ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung und werde sofort dafür Sorge tragen, daß sie die Partie sofort wiederholt! Wan̅ wollen Sie sie in München haben [?] Hinter Salome bin ich her [1v] so oft ich nur irgend einen Zipfel erwischen kan̅. Ich bringe es durch, verlassen Sie sich drauf. Aber Sie müssen Geduld haben. Wie die Situation ist, werde ich kaum vor Herbst 1906 dazu kom̅en. Es ist ein Elend hier. Mir thut es furchtbar leid, daß ich dieses herrliche Werk nicht sofort geben kan̅. Sie werden aber hier Ihre Freude daran haben. Tausend Grüße von Ihrem
Mahler

1Gemeint ist die Sängerin Gertrude Förstel.
verantwortlich für die Edition dieses Dokuments: Claudia Heine

Quellennachweis

  • Original: [unbekannt] (Autograph)

    • Hände:

      • Gustav Mahler (handschriftlich)
    • Autopsie: Keine Autopsie des Originals.

    • Reproduktionen:

      • Richard-Strauss-Archiv (Garmisch-Partenkirchen), Signatur: [GUSTAV MAHLER, Nr. 57] (Transkriptionsgrundlage)

        • Autopsie: 2016-11-15

Bibliographie (Auswahl)

  • Edition in Richard Strauss / Gustav Mahler / Herta Blaukopf (Hrsg.), Briefwechsel: 1888-1911, Bd. Erweiterte Neuausgabe, 2. Auflage (= Piper Serie Piper; 767), München u.a., 1988, S. 115. Brief M 56.

Zitierempfehlung

Richard Strauss Werke. Kritische Ausgabe – Online-Plattform, richard‑strauss‑ausgabe.de/d04493 (Version 2019‑04‑12).

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