Brief
Gustav Mahler an Richard Strauss
frühestens Freitag, 8. Juni 1906, spätestens Sonntag, 10. Juni 1906

relevant für die veröffentlichten Bände: I/3a Salome

Lieber Freund!

Natürlich bin ich zu dem Revers bereit. Er soll mir die Partitur nur gleich schicken, den̅ mich verlangt schon sehr darnach mich in die geheimnißvollen Labyrinthe zu verlieren. – Wegen Salome habe ich an maßgebender Stelle gleich nach meiner Rückkehr gesprochen; wen̅ ich auch noch nicht eine Zusage erlangen kon̅te[,] [Seitenwechsel] so kan̅ ich doch schon das verheißungsvolle »Schwanken« constatiren. (Ich habe es ja zunächst noch nicht anders erwartet). Ich habe auch von Ihrer Bereitwilligkeit erzählt, mir bis zum 1. November eine Wartezeit zu geben, was mit bedeutungsvoller Bereitwilligkeit acceptirt wurde. – Alles in Allem glaube ich darauf mit Sicherheit zählen zu kön̅en, daß wir im nächsten Jahre die Salome geben werden. – Im Herbst eine definitive Antwort, wen̅ es Ihnen so recht ist. – Ich fange an mich aus meinem Katzenjam̅er ein bischen [sic] aufzurappeln. Das muß ja Alles wol [sic] so sein!

Herzlichst Ihr
Mahler

verantwortlich für die Edition dieses Dokuments: Claudia Heine

Quellennachweis

  • Original: [unbekannt] (Autograph)

    • Hände:

      • Gustav Mahler (handschriftlich)
    • Autopsie: Keine Autopsie des Originals.

    • Reproduktionen:

      • Richard-Strauss-Archiv (Garmisch-Partenkirchen), Signatur: [GUSTAV MAHLER, Nr. 58] (Transkriptionsgrundlage)

        • Autopsie: 2016-11-15

Bibliographie (Auswahl)

  • Edition in Richard Strauss / Gustav Mahler / Herta Blaukopf (Hrsg.), Briefwechsel: 1888-1911, Bd. Erweiterte Neuausgabe, 2. Auflage (= Piper Serie Piper; 767), München u.a., 1988, S. 119–120.

Zitierempfehlung

Richard Strauss Werke. Kritische Ausgabe – Online-Plattform, richard‑strauss‑ausgabe.de/d04509 (Version 2019‑05‑27).

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