Postkarte
Richard Strauss an Emil Struth
Samstag, 7. Januar 1888

relevant für die veröffentlichten Bände: III/4 Macbeth

[1r] Richard Strauss an Konsul Emil Struth, Mailand

Postkarte1

Lieber Freund!

Herzlichsten Dank für Ihre freundliche Übersendung der Zeitungen. Fotographieen sind mit leider ausgegangen, doch habe ich bereits vor 4 Wochen neue bestellt, sobald ich sie habe, wird es mir ein Vergnügen sein, Herrn Nappi eine zu schicken. Wie geht es Ihnen und Ihrer lieben Familie? Hoffentlich gut. Ich befinde mich, in menschenscheuer Einsamkeit an meinem Schreibtisch vergraben, momentan sehr wohl. Bis Sie die Karte haben, ist ein neues Orchesterwerk: Macbeth bereits an’s Licht der Welt gebracht, d. h., fertig. In 8 Tagen geht es, wenn Bülow’s Krankheit keinen Strich durch die Rechnung macht, nach Berlin; nach meiner Rückkehr bekommen Sie Nachricht, wie wie es mir dort ergangen. Mit den herzlichsten Grüssen an Sie, Ihre Frau u. Töchter, sowie alle Freunde, Bazzini obenan

Ihr

freundschaftlich ergebenster

Rich. Strauss.

1Überschrift der Abschrift (Typoskript) v. f. H.
verantwortlich für die Edition dieses Dokuments: Stefan Schenk

Quellennachweis

  • Original: Stadtarchiv Mannheim (Mannheim), Sammlung: Briefsammlung Helmut Grohe und Nachlass Wilhelm Bopp (Autograph)

    • Hände:

      • Richard Strauss
    • Autopsie: Keine Autopsie des Originals.

  • Original: Richard-Strauss-Archiv (Garmisch-Partenkirchen), ohne Signatur (Transkriptionsgrundlage)

    • Hände:

      • unbekannt (maschinenschriftlich)
    • Autopsie: 2017-07-25

Bibliographie (Auswahl)

  • Auszug in Walter Werbeck: »Macbeth« von Richard Strauss: Fassungen und Entstehungsgeschichte, in: Archiv für Musikwissenschaft, Jg. 50, Heft 3, 1993, S. 239.

Zitierempfehlung

Richard Strauss Werke. Kritische Ausgabe – Online-Plattform, richard‑strauss‑ausgabe.de/d30429 (Version 2018‑01‑26).