Dokumentation Gesangstexte
Sechs Lieder aus »Lotosblätter« von Adolf Friedrich v. Schack op. 19
5. Hoffen und wieder verzagen

relevant für die veröffentlichten Bände: II/2 Lieder op. 10 bis op. 29
Edierter GesangstextTextvorlage bei Komposition
Hoffen und wieder verzagenHoffen und wieder verzagen.
Hoffen und wieder verzagen,Hoffen und wieder verzagen,
harrend lauschen an ihrem Balcon,Harrend lauschen vor ihrem Balkon,
ob nicht, vom Winde getragen,Ob nicht, vom Winde getragen,
zu mir dringe von ihr ein Ton,Zu mir dringe von ihr ein Ton,
also reih’n seit Monden schonAlso reihen seit Monden schon
Tage sich mir zu Tagen.Tage sich mir zu Tagen.
Spät, wenn stumm und stummerSpät, wenn stumm und stummer
Nacht sich lagert im öden Revier,Nacht sich lagert im öden Revier,
senken zu kurzem SchlummerSenken zu kurzem Schlummer
sich ermüdet die Wimpern mir;Sich ermüdet die Wimpern mir;
wieder empor aus Träumen von ihr,Wieder empor aus Träumen von ihr
fahr ich zu neuem Kummer.Fahr’ ich zu neuem Kummer.
Aber, o Himmel, ich flehe:Aber, o Himmel, ich flehe:
raube mir nicht mein teuerstes Gut,Raube mir nicht mein einziges Gut,
dies beglückende Wehe,Dies beglückende Wehe,
das ich genährt mit des Herzens Blut;Das ich genährt mit des Herzens Blut!
hoch und höher lass’ lodern die Glut,Hoch und höher laß lodern die Glut,
drin ich selig vergehe.Drin ich selig vergehe!

Bemerkung

Stammt nicht aus »Lotosblätter«.

verantwortlich für diesen Datensatz: Andreas Pernpeintner

Quellennachweis

Edierter Gesangstext
Richard Strauss: Lieder mit Klavierbegleitung op. 10 bis op. 29, hrsg. von Andreas Pernpeintner, Wien: Verlag Dr. Richard Strauss 2016 (= Richard Strauss Werke. Kritische Ausgabe, II/2)
Textvorlage bei Komposition
Gedichte von Adolf Friedrich von Schack. Dritte Auflage, Stuttgart 1874, Verlag der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, S. 36

Zitierempfehlung

Richard Strauss Werke. Kritische Ausgabe – Online-Plattform, richard‑strauss‑ausgabe.de/t10229 (Version 2017‑03‑31).